Ein Thema, das mich nun schon öfter zum Nachdenken gebracht hat. Kann man es noch verantworten, konkrete Touren zu teilen und die Infos darüber preiszugeben? Oder fördert man dadurch nur noch den Massentourismus?
To be honest – ich denke nicht, dass es da DEN einen Weg gibt. Ich habe für mich eine Lösung gefunden, mit der ich reinen Gewissens leben kann, der aber vielleicht nicht jedermann zustimmt.
Ich teile Tourenvorschläge, aber erstmal keine weiteren Infos. Keine Infos darüber, wo die Tour ist, welche Gipfel oder Bergseen man erwandert. Dies gibt es nur auf Anfrage. Dadurch kann ich sicherstellen, dass ich mit den Touren auf meiner Website noch weitere Informationen mit auf den Weg geben kann.
Wie ist die Bodenbeschaffenheit, gibt es Wasserstellen für Hunde, auf welche Dinge muss man im Zuge des Umweltschutzes achten?
Für mich ist das ein gesunder Mittelweg. Denn ganz ehrlich: die Natur ist für JEDEN da. So lange ihr respektvoll damit umgeht und nicht mutwillig irgendwas zerstört.
Gleichzeitig bedeutet das für mich aber auch, dass ich Verantwortung übernehme. Nur weil ein Ort öffentlich zugänglich ist, heißt das nicht, dass wir uns dort alles erlauben können. Deshalb möchte ich bei meinen Touren auch auf Dinge aufmerksam machen, die vielleicht auf den ersten Blick nebensächlich wirken: Wegsperrungen, Leinenpflicht, sensible Naturbereiche, Müll, Badeverbote oder saisonale Besonderheiten.
Genau hier möchte ich mit meiner Website ansetzen. Ich möchte nicht einfach möglichst viele Menschen an möglichst viele Orte schicken. Vielmehr möchte ich dazu beitragen, dass man sich vor einer Tour mit dem jeweiligen Gebiet auseinandersetzt und weiß, worauf man vor Ort achten sollte.
Außerdem möchte ich einen Space für Hundemenschen schaffen. Ich weiß, wie schwierig es sein kann, eine Route zu finden, die für den Hund wirklich machbar ist. Möglichst ohne Kühe, ohne Leitern, ohne Gitterböden. Infos darüber, ob die Wege eng sind, damit auch ein reaktiver Hund sie gehen kann, ob man ausweichen kann, wie hoch frequentiert das Gebiet ist.
Ich kann natürlich nicht garantieren, wie die Menschen mit den Informationen umgehen, ob sie leichtsinnig quer durch schützenswerte Gebiete stapfen oder sich respektvoll verhalten. Aber das kann ich auch nicht, wenn ich nur ein Bild poste und durch KI herausgefunden wird, wo sich der Ort befindet.
Ich kann also nicht verhindern, dass Orte entdeckt werden. Was ich aber beeinflussen kann, ist, wie ich sie zeige und welche Informationen ich dazu vermitteln kann.

